Was ist Carrom?

Carrom ist seit den 80er Jahren ein in der westlichen Welt immer populärer werdendes Brettspiel. Es ist eine Mischung aus Billard und Tisch-Shuffleboard.

Das Spielfeld, aus einem glatten robusten Holz mit den Ausmaßen von maximal 74×74cm, wird ringsherum von einer Bande begrenzt. An allen vier Ecken der Spielfläche ist jeweils ein Loch eingelassen. Die neun schwarzen und weißen Spielsteine können aus Holz oder Kunststoff gefertigt sein. Diese werden ähnlich wie beim Billard in einer bestimmten Anordnung in der Mitte des Brettes abgelegt.
 Im Zentrum befindet sich ein einzelner roter Stein, die so genannte Queen.

Gezielt wird von der Grundlinie mit einem Schussstein, dem 12-15 Gramm schweren Striker. Mit diesem sollen die anderen Spielsteine von der Grundlinie aus so getroffen werden, dass möglichst viele der Eigenen in einem der vier Löcher versenkt werden. Die Queen, der rote Stein, darf erst dann versenkt werden, wenn mindestens ein Stein der eigenen Farbe getroffen ist.

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Um Punkte zu kassieren, muss die Queen spätestens beim nächsten Spielzug bestätigt werden, indem ein weiterer Spielstein versenkt wird. Ansonsten muss sie zurück auf den Ausgangspunkt. Sind alle Spielsteine derselben Farbe in den Löchern verschwunden, ist das Spiel beendet. Der Sieger erhält so viele Punkte, wie Spielsteine der gegnerischen Farbe auf dem Brett liegen. Die Queen zählt drei Punkte, wobei diese nach Erreichen von 22 Punkten nicht mehr gezählt wird.

Sind 25 Punkte zusammen gekommen oder acht Boards gespielt, ist das Carromspiel beendet. Die einen sehen die Wurzeln des Carrom in Afrika, bis es von Indien aus während der Kolonialzeit seinen Siegeszug um die Welt antrat. Andere wiederum meinen die Entstehung in Ländern wie Pakistan, Afghanistan und Sri Lanka ausmachen zu können, wo Carrom spielende Menschen bis heute das Straßenbild dominieren. Mittlerweile haben sich in vielen Teilen der Welt verschiedene Variationen herausgebildet, die sich vorwiegend in der Verwendung von billardähnlichen Stöcken unterscheiden.